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Die schweren Unruhen in Tibet sind inzwischen von einem massiven Truppenaufgebot Chinas eingedämmt worden. Über 100 Tote hat es dabei gegeben ? das sagt die Tibetische Exilregierung ? China spricht lediglich von 10 bis 20 Toten. In der Hauptstadt Lhasa und dem Tibetischen Kernland unterdrückt das chinesische Militär seit Tagen jeden weiteren Aufstand. Doch in anderen Teilen Chinas demonstrieren weiterhin Tibeter für die Verbesserung ihrer Lebensumstände ? ungeachtet der Gefahr für Leib und Leben. Was sie sich wünschen, ist ein Ende der Unterdrückung durch die Chinesen. Und sie wünschen sich Rechte, die für ein Volk in seinem eigenen Land eigentlich selbstverständlich wären. Doch seit Jahrzehnten gibt es in dieser Angelegenheit nicht einmal Gespräche ? denn China stellt sich stur: Der Starke, er glaubt Recht zu haben. Vor allem auch das Recht, sein Handeln nicht rechtfertigen zu müssen. Und genau hier sollte eigentlich die internationale Gemeinschaft handeln ? doch im Gegensatz zu Fällen wie dem Irak oder Simbabwe verhalten sich die Mächte der Welt auffällig still, wenn es um Tibet geht. Chinas Macht scheint Angst zu machen. Und im August werden wohl alle seelenruhig nach Peking zur Olympiade fahren, als wäre nichts geschehen. Wie sollte man auf die Unruhen in China reagieren? Und wie kann in der Region nachhaltig Frieden geschaffen werden? Darüber hat André Stiefenhofer mit dem Asienreferenten der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius, gesprochen. | Kommentar verfassen:Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich einloggen! |  |