WerbungWerbungWerbung
 
Aufnahme von einer Bootsfahrt auf dem Rheine. Foto: Andreas B. Wolf.

Dazu ein Gedicht von Martin Greif, einem deutschen Dichter, der in Kufstein gestorben ist und in Ampfing begraben liegt:

Rheinfahrt

I.
Wimpel grüßen, Böller krachen,
Wohl, wir schwimmen auf dem Rhein,
Tiefe Boote, leichte Nachen
Wollen uns Geleite sein.

Fliegend geht zu Tal es weiter,
Lachend Bild, wohin wir sehn,
Die Gestade grün und heiter
Und darüber Rebenhöhn.

Städte mit den alten Zinnen
Laden wohnlich uns zu Gast,
Burgen, die verlassen sinnen,
Nicht zu zählen sind sie fast.

Kaum, dass uns die eine winket,
Fahren wir der andern zu,
Bis auch diese leis versinket
Einsam und in tiefer Ruh.

II.
Der Gebirge Kranz entschwindet,
Flacher Ufer Saum allein
Mit den Au'n zu Tal sich windet,
Breit und einsam fließt der Rhein.

Ob er sich auch manchmal krümmet,
Unverändert bleibt sein Zug,
Wohl, auch diese Ruhe stimmet
Innerlich mich ernst genug.

III.
Düstrer wird's am Binsenstrande,
Hohl und grün die Wogen ziehn,
Fern ein Regenstrich im Lande
Malt sich an den Wolken hin.

Da im Grau der Nebeldüfte
Winkt es tröstlich aus dem Strom!
In die abendlichen Lüfte
Steigt ein wunderbarer Dom.

Martin Greif (*1839 Speyer, + 1911 Kufstein)
 
weiterführender Link: www.lesekost.de/gedicht/HHLG20.htm
Kontakt-Email: lupusorgani@alice-dsl.net
 
hochgeladen von:
Speckpater
am: 03.07.2009
um: 12:17:05
6109 mal angezeigt
Sonnenspiegelung auf dem Rhein
Um dieses Medium als Favoriten hinzufügen oder es an einen Freund senden zu können, müssen Sie sich einloggen!
 
 
 
 
Werbung