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Johannes vom Kreuz (1542-1591) war ein berühmter spanischer Mystiker, spiritueller Vater, Gelehrter und Dichter. Zusammen mit Theresa von Avila reformierte er den Karmelitenorden, da beide zur alten Strenge und Ursprünglichkeit zurück wollten, um ein ganz auf Gott gerichtetes Leben zu führen. V.a. war er aber auch ein großer Selbst-Reformer.

Die Gründung reformierter Klöster der "Unbeschuhten Karmeliten", wie sie sich nannten, wurde beim unreformierten Orden (den "Beschuhten") nicht mit so großem Wohlwollen gesehen. Es kam schließlich zum offenen Kampf. Da sich Johannes vom Kreuz weigerte, zum unreformierten Orden zurückzukehren, wurde er im Kloster in Toledo 9 Monate lang in ein fensterloses, stickiges und enges Verließ gesperrt. Hier erlebte er nicht nur die Dunkelheit des Verließes, sondern auch die Dunkelheit der Seele. Doch inmitten dieser Dunkelheit erstahlte ihm plötzlich das Licht der Gottesliebe so leuchtend, wie niemals zuvor. Diese intensive Gottesliebe fand verstärkt Ausdruck in seinen Gedichten, die bis heute berühmt sind.

Die Ikone zeigt Johannes vom Kreuz mit einem Stift in der Hand und auf Gott lauschend. Der Vers, den er auf Papier gebracht hat, ist der erste Satz (in Englisch) aus Vers 28 des "Gestlichen Gesangs", der lautet:


In seinen Dienst hat sich die Seel’ begeben,

Und auch mein Reichtum ist ihm ganz verschrieben;

Ich hüt’ die Herd’ nie mehr in meinem Leben,

Auch sonst ist mir kein and’res Amt geblieben,

Mein einziges Geschäft ist fortan nur mehr lieben.
 
weiterführender Link: www.bautz.de/bbkl/j/Johannes_v_kre.shtml
 
hochgeladen von:
maika moja
am: 14.12.2009
um: 15:29:54
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Johannes vom Kreuz
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