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Vergelt's Gott!


Die von dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Dr. Christian Wulff neu ernannte Sozialministerin Aygül Özkan, eine Muslima, hat sich öffentlich gegen das Anbringen von Kreuzen in Schulen und gegen das Tragen von Kopftüchern ausgesprochen (Hannoversche Allgemeine Zeitung 25.4.2010).
Als katholischer Theologe und Religionswissenschaftler nehme ich wie folgt Stellung: 1. Das Kruzifix ist ein Symbol im eigentlichen Sinn, das muslimische Kopftuch ist es nicht. - 2. Das Kruzifix ist eine Aussage des Heilands Christus Jesus, daß er die Menschheit vor letzter Zerstörung (der Seele) gerettet und die göttlich tiefe Dimenion der Liebe in die Welt gebracht hat, er als Sohn unseres Schöpfergottes. Hingegen das Kopftuch ist ein sozio-kultureller Ausdruck, nicht ein Symbol des Islam: Die indonesischen und die uigurischen Musliminnen, auch die shiitischen Ismaelitinnen (Agha Khan) z.B. tragen kein Kopftuch, ebenso nicht viele Jordanierinnen, Ägypterinnen u.a. - 3. Das Kreuzeszeichen ist Ausdruck unserer Europäischen Kultur seit mind. 1500 Jahren, und wir Europäer haben unsere Identität aus dieser kulturschaffenden Religion des Christentums. Hingegen das Kopftuch hat nichts Kulturschaffendes und ist Ausdruck bestimmter geographisch-soziologischer Bräuche. (Auch manche Griechinnen und Russinnen, Christinnen mithin, tragen Kopftuch). Ein Kruzifix in öffentl. Gebäuden ist ein kollektiver Ausdruck, das Kopftuch ist es nicht, da es von einzelnen Menschen getragen wird. In türkischen Schulen z.B. hängt kein Kopftuch als kollektiver Ausdruck in Klassenzimmern. - Die billige Toleranz von vielen Christen in Deutschland ist unrecht. Wahre Toleranz kennt den unverzichtbaren Wert der eigenen Kultur und kann dann in innerer Freiheit eine gewisse Toleranz üben, ohne die Unterschiede auszulassen. - 4. Christus Jesus brachte die gegenseitige Liebe von Gott und Mensch, hingegen der Islam brachte die Botschaft, daß der Mensch ein Knecht Gottes sei und - unter dem Vorzeichen des All-Erbarmens - ihm gehorchen müsse. 5. Die Schule ist kein neutraler Ort, sondern ein Ort der bodenständigen, europäischen Kultur - als Lehrsystem, somit ein Raum christlicher Dimension. Selbst ein vermeintlich neutraler Mensch ist nicht neutral, da er eine Entscheidung gefällt hat. ... Es gäbe noch vieles zu sagen. -
Der Ministerpräsident Wulff sollte m.E. nicht zulassen, daß Frau Özkan, die offenbar nicht weiß, was Religion ist (leider wissen es viele Christen auch nicht), ihre Auffassung durchsetzt. Man gebe ihr Belehrung über die kulturell-spirituelle Dimension des Kreuz-Symbols, und ich empfehle dringend, die Gegenwart Gottes zu bedenken, das Beten zu üben, weil dies die Religion erst eigentlich ausmacht, und viele Kreuze in öffentlichen Gebäuden anzubringen. -

 
Kontakt-Email: meiererharddr@web.de
 
hochgeladen von:
symeon
am: 25.04.2010
um: 19:36:47
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Kreuz muß bleiben in Schulen
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