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Vergelt's Gott!


Ein vollkommener Ablass wird demjenigen Christgläubigen gewährt, der am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu mit dem Gebet „Liebreicher Jesus“ (Jesu culcissime) öffentlich einen Sühneakt vollzieht; in anderen Fällen ist es ein Teilablass.
EI 1999, Nr.3,S.51; vgl.HA 1989, Nr. 26,S.49)

Am Freitag der dritten Woche nach Pfingsten feiert die Kirche das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Das Herz Jesu symbolisiert die überströmende Liebe des menschgewordenen Sohnes Gottes, der bereit war, sein irdisches Leben hinzugeben, um die Menschen von Sünde, Tod und Teufel zu erlösen.
Das Johannesevangelium berichtet, dass nach dem Tode Jesu einer der Soldaten mit der Lanze in seine Seite stieß, „und sogleich floss Blut und Wasser heraus“ (Joh 19,34). Nach der Theologie der Kirchenväter entspringen daher die Sakramente dem geöffneten Herzen Jesu, das dadurch zum „fons vitae“, zur „Quelle des Lebens“, geworden ist. Während der Deutschen Mystik (125=-1350) war die Herz-Jesu-Frömmigkeit besonders ausgeprägt. Die heilige Mystikerin Marguerite-Marie Alacoque (1647-1690) erhielt in einer Erscheinung des Herrn den Auftrag, für die Einführung des Herz-Jesu-Festes zu wirken. 1765 wurden Messe und Offizium vom Herzen Jesu begrenzt gestattet, 1856 wurde das Fest von Papst Pius IX. weltweit vorgeschrieben. Aus Anlass des 100. Jahrestages widmete Papst Pius XII. 1956 der Verehrung des heiligsten Herzens Jesu die Enzyklika „Haurietis aquas“: „Unmöglich können die Gnadengaben aufgezählt werden, welche die dem heiligsten Herzen Jesu erwiesene Verehrung in die Seelen der Gläubigen ergießt, sie reinigend, mit himmlischem Trost erquickend und zu allen Tugenden anregend“.
Um einen vollkommenen Ablass zu gewinnen, ist es außer den üblichen Bedingungen (Beichte, Kommunion, Gebet nach Meinung des Papstes) erforderlich, das nachstehende Sühnegebet gemeinsam am Herz-Jesu-Fest zu beten.

Liebreicher Jesus, dessen übergroße Liebe zu uns Menschen mit soviel Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit, Verachtung und Undank vergolten wird, siehe, wir werfen uns hier vor deinem Altare nieder, um die frevelhafte Kälte der Menschen und das Unrecht, das sie deinem liebevollsten Herzen allenthalben zufügen, durch einen besonderen Ehrenerweis wieder gutzumachen.
(A) Eingedenk jedoch, dass auch wir an diesem Unrecht nicht unbeteiligt waren, und durchdrungen von tiefem Reueschmerz, erflehen wir vor allem deine Barmherzigkeit für uns selber.
V: Wir sind bereit, nicht nur unsere eigenen Sünden durch freiwillige Buße zu sühnen, sondern auch die Sünden jener, die weit vom Wege des Heiles abirrten, die, in Unglauben verstockt, dir als Hirt und Führer nicht folgen wollen, oder ihre Taufgelübde treulos missachten und das süße Joch deines Gesetzes zu tragen sich weigern.
A: Wir nehmen uns fest vor, alle diese beklagenswerten Vergehen zu sühnen.
V: Insbesondere aber wollen wir gutmachen: alle Unehrbarkeit und Unsittlichkeit im Leben und Treiben, wodurch so viele unschuldige Seelen ins Verderben gezogen werden, die Entheiligung der Sonn- und Feiertage, die schimpflichen Schmähungen gegen dich und deine Heiligen, die Beschimpfungen deines Stellvertreters und des Priesterstandes, ferner die Entweihung des Sakramentes deiner göttlichen Liebe durch Nachlässigkeit oder schändliche Sakrilegien, endlich die öffentlichem Vergehen der Völker, die sich den Rechten und Lehren der von dir gestifteten Kirche widersetzen. Könnten wir doch diese Sünden mit unserem Blute tilgen! Um indes für die Verletzung der Ehre Gottes einigermaßen Ersatz zu leisten, bieten wir dir jene Genugtuung an, die du selber einst am Kreuze dem Vater dargebracht hast und noch täglich auf den Altären erneuerst, in Vereinigung mit der Genugtuung deiner jungfräulichen Mutter, aller lieben Heiligen und frommen Christgläubigen.
A: Ernstlich geloben wir, die Sünden, die wir und andere begangen haben, sowie die Vernachlässigung deiner großen Liebe wieder gutzumachen durch Festigkeit im Glauben, Reinheit im Lebenswandel und vollkommene Beobachtung des Gesetzes deines Evangeliums, besonders des Gebotes der Liebe, soviel wir mit dem Beistand deiner Gnade vermögen.
V: Auch wollen wir uns nach Kräften bemühen, in Zukunft alle Beleidigungen von dir fernzuhalten und möglichst viele Menschern zu deiner Nachfolge zu bewegen.
A: Wir bitten dich, o gütigster Jesus, du wollest durch die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria diese unsere freiwillige Huldigung und Sühne wohlgefällig aufnehmen. Bewahre uns durch die große Gnade der Beharrlichkeit in der treuen Hingabe an deinen Dienst, bis wir endlich alle zu jenem Vaterlande gelangen, wo du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und herrschest, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
(HA 1989, Nr. 26.S.48f)
 
 
hochgeladen von:
loveshalom
am: 01.06.2010
um: 20:53:44
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HERZ-JESU-FEST - Vollkommener Ablass
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