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Das Bild ist aus Promonte auf der Insel Elba und hat mich sehr berührt!!!!!!!!!!!!!

P. Dr. Tomislav Pervan, OFM

Vom: 28. August 2010


Eine ganze Menschengeneration ist herangewachsen, seit es Medjugorje auf der Bühne der Weltgeschichte gibt. Wie einst Nathanael, als ihn Philippus einlud, mit ihm zu gehen, um Jesus, den Sohn des Josef aus Nazareth zu sehen, sagte: „Aus Nazareth? Kann von dort etwas Gutes kommen?“ (Joh 1,46) – so haben wir uns alle gefragt: „Kann aus Bijakovici, vom Podbrdo etwas Gutes kommen?“

„Komm und sieh!“ – antwortete Philippus dem Nathanael, der sich von einem Zweifler und Skeptiker zum Gläubigen wandelte: „Du bist der Sohn Gottes, Du bist der König von Israel.“ Das war die Antwort von Nathanael, nachdem ihn Jesus „Getroffen“ und durch sein Auftreten „erobert“ hatte.
Ähnliches erlebten wir in dein Anfängen von Bijakovici-Medjugorje: „Kann aus Bijakovici etwas Gutes kommen?“. Zu den letzten Dorfhäusern in Richtung Crnica führte kein Weg, es gab nur Pfade für die Ziegen und Hirten.

Ja, gerade das ist die Logik Gottes, gerade das ist die Art des Wirkens Gottes in der ganzen Geschichte. Gott nimmt den unbekannten Abraham und gibt ihm, der später die erste historische Gestalt wird, den Auftrag: „Zieh weg aus Deinem Land! Verlass Deine Heimat!“ Genauso verfährt Er auch mit dem liederlichen Aufrührer, dem späteren Hirten auf dem Sinai, Mose, dem Er befiehlt, die Schuhe vor dem brennenden Dornbusch auszuziehen. Er sendet ihn, das auserwählte Volk aus der Knechtschaft zu befreien. Und durch schwere Leiden und Versuchungen schafft Gott Sich das Volk Israel, dem Er Seine Gebote gibt. Nicht anders geschah es auch im Buch Samuel. Saul und David wurden vom Propheten Samuel auf ein klares Zeichen des hl. Geistes hin gesalbt. Er war auf der Suche nach den verlorenen Eseln, den zweiten holte er von seiner Herde weg. Sobald er sie salbte, veränderte der Herr ihr Herz. Sie wurden neue, andere Menschen. Der Geist erfasst und verändert. Das ist die Wirkung des Geistes im Menschen. Und so nimmt Gott während der ganzen Geschichte die Unbekannten und Kleinen, um die Großen zu beschämen.

So verfuhr Er auch mit Maria aus Nazareth und mit Johannes in der Wüste. Jesus wendet Sich in Seiner Verkündigung immer wieder an die Kleinen und an die, die am Rande sind. Er geht nicht zu den Gelehrten oder in die Akademien, um dort Seine Lehren vorzutragen. Es ist immer die gleiche Logik, die gleiche Pädagogik.

Von den Erscheinungen in Guadalupe in Mexiko im Jahre 1531 bis zum heutigen Tag in Medjugorje, vom hl. Juan Diego bis zu den Sehern von Medjugorje sehen wir: Es sind die Kleinen, die Gott erwählt. Die Gospa hat sie in jenem Juni 1981 genommen und hat sie, ohne dass sie es gewollt hätten, ins Zentrum „katapultiert“. Die Marienerscheinungen während der ganzen Kirchengeschichte und besonders während der vergangenen fünf Jahrhunderte zeigen bewusst das gleiche Bild, die gleiche Logik, die gleiche Pädagogik und die gleiche Pastoral des Himmels, die Mission des Himmels. Maria ist nicht in Palästen oder an öffentlichen Orten oder in Kirchen erschienen, sondern nach dem Beispiel der Bibel auf Bergen oder in der Wüste. Sie ist den Hirten, den Kleinen, den Ungelehrten, erschienen, damit Gott die Weisen und Gelehrten dieser Welt beschämt (vgl. 1 Kor 1-2).

Karol Wojtyla
Wer war damals nicht äußerst überrascht, dass Karol Wojtyla zum Papst gewählt wurde? Wer kannte ihn? Der Geist wehte durch die vatikanischen Gemächer und die Kardinäle haben sich noch nach 33 Tagen des Pontifikates von Johannes Paul I., sehr schnell einstimmig auf den Namen des Kardinals von Krakau geeinigt. Dieser Karol wurde zum Karl dem Großen. Dieser Mensch kam von der anderen Seite des Eisernen Vorhangs, der wie die Berliner Mauer den Osten vom Westen trennte. Die Linie war in jeder Hinsicht klar gezogen: Sie trennte Europa und die Welt in zwei Teile und Blöcke. Und auf einmal wurde in Rom ein Pole zum Papst gewählt! Die Welt und die Geschichte nahmen dadurch einen anderen Lauf. Ein Mystiker und Heiliger auf dem Stuhl Petri! Er hat die Welt voller Grenzen, ohne Übergänge und Durchgänge, verändert. Er wurde zu einem wirklichen Brückenbauer. Er hat das Tor zwischen dem Osten und dem Westen weit geöffnet. Das war die erste Botschaft des polnischen Papstes vor 32 Jahren: Öffnet die Türen, öffnet sie weit für Christus! Öffnet alle Tore und empfangt Christus!

Mit jedem seiner Züge und Schritte erfüllte er das Vertrauen, das der Herr in ihn gesetzt hatte, als Er ihn an die Spitze Seiner Kirche stellte. Er wurde auf der ganzen Welt bewundert und geachtet. Die politisch Mächtigen haben nach dem Fall der Berliner Mauer zugeben müssen, dass es ohne Johannes Paul II. zu keiner Wende in Osteuropa gekommen wäre, dass der Kommunismus nicht zusammengebrochen wäre. Es war dies eine Rückkehr zur brüderlichen Vereinigung der beiden europäischen Flügel. Ständig betonte der Papst, dass Europa mit beiden Lungenflügeln atmen müsse. Johannes Paul II. der sich mit der linken Hand am Hirtenstab festhielt – am Gekreuzigten – und mit der rechten Hand die Perlen des Rosenkranzes betete, denn er stand ganz unter dem Motto: Totus tuus, Maria! ER hat ein Erdbeben ungeahnten Ausmaßes hervorgerufen. Er machte den Vatikan zu einem weltpolitischen Faktor. Wo immer er hinkam, küsste er den Erdboden, weihte die Staaten und die Völker dem Herrn und seiner Mutter

Wie hängt das mit Medjugorje zusammen? Wir sind überzeugt davon, dass Medjugorje eine Gabe des Himmels ist, an der Trennlinie zwischen dem Osten und dem Westen, zwischen Kulturen und Zivilisationen, Religionen, Glaubensbekenntnissen und Weltanschauungen. Medjugorje begann nur 50 Tage nach dem misslungenen Attentat auf Johannes Paul II. am Gedenktag der Muttergottes von Fatima, am 13. Mai 1981. In jenem Jahr fand die Feier zum 1.600. Jahrestag der Abhaltung des Konzils von Konstantinopel statt, bei dem unser Glaubensbekenntnis, das wir in den hl. Messen beten, definiert wurde. Ebenso der 1.500ten Jahrestag der Abhaltung des Konzils von Ephesus, bei dem Maria der Beiname Gottesgebärerin (Theotokos) verliehen wurde. Maria hat Jesus Christus, der Gott und Mensch war geboren.

Und Sie begann in Medjugorje, am Fest des hl. Johannes 1981, Jesus zu bringen. Wenn man sagt, dass der Fluss Buna die größte und wasserreichste Quelle Europas hat, dann könnte man Ähnliches auch für Medjugorje sagen: Von Anfang an strömte eine große Volksmenge herbei. Tausende kamen nach Medjugorje zum Erscheinungsberg. Ununterbrochen kamen starke Pilgerströme. Durch niemanden und nichts lie0en sie sich stören, verwirren oder aufhalten – so wie ein Sturzbach nach einem kräftigen Regen. Seither hat es in Medjugorje nie mehr „nur getröpfelt“. Wenn am Anfang die Menschen auch von Neugierde getragen waren, verwandelten sie sich bald in einen Fluss von Bußfertigen und Bekehrten, die reumütig beichteten, die Täuschung des Kommunismus und der eigenen Gottlosigkeit abwarfen, die beteten, dass der Tag endlich anbrechen möge und die Nacht verkürzt wird, dass Gott zurückkehrt, dass Ihm die Ehre in der Höhe und den Menschen der Friede auf Erden wieder gegeben wird. Medjugorje – das waren die Trompeten von Jericho, die Ankündigung und der Anbruch eines neuen Tages. Der Morgen der Freiheit war schon erkennbar. Wir waren Zeugen von wirklich biblischen Szenen, wie sie im Evangelium beschrieben sind. Die Menschen hungerten und dürsteten nach Gott und nach dem Wort Gottes. Sie nahmen jede Art von Entsagung und Buße auf sich, nur um hierher kommen zu können.

Für den Staatsapparat läuteten plötzlich die Alarmglocken. Von Anfang an gab es Drohungen und Einschüchterungen der Miliz. Die kommunistische Medienhetze auf Medjugorje, auf die Seher, auf die Priester und das kroatische Volk in dieser Region waren nur ein Teil der Versuche Satans, das Werk zu verhindern oder zu ersticken. Sogar die Staatsspitze befasste sich mit Medjugorje; die Kommunisten vermuteten einen kroatischen Aufstand eine Konterrevolution, sahen auf Schritt und Tritt die Gespenster des Faschismus und der Ustascha. In den Medien wurde die Gospa sogar mit einem Stein im Mund dargestellt. Die Ortsbewohner wurden drangsaliert, verhört und ins Gefängnis gebracht. Die ganze Pfarrei war zwei Jahre lang in „Quarantäne“: an allen Zugangspunkten zu Medjugorje und Bijakovici waren Tag und Nacht Wachen. Im August 1981 wurde der Pfarrer inhaftiert, dann weitere zwei Priester aus dem Kloster von Duvno. Sie bekamen hohe Gefängnisstrafen, wurden zur Zwangsarbeit verurteilt und erhielten immer wieder Todesdrohungen.
So verging Jahr und Jahr. Alle Versuche, das begonnene Werk zu zerstören und niederzumachen, brachten nicht die erwarteten Früchte. Der Staat verbot, irgendetwas bei der Kirche oder beim Pfarrhof zu bauen oder umzuändern. Obwohl Millionen Menschen den Ort passierten, gab es kein Wasser und keine Sanitäranlagen. Die Gefahr von Epidemien war offensichtlich und es war, als hätten sich die Kommunisten genau das gewünscht: Sie wollten, dass eine Seuche ausbricht, um dann den Zugang zu Medjugorje verbieten zu können. Der Himmel aber hat eine Arznei für alles. Maria hat nicht zugelassen, dass ihr Werk zerstört wird.
Ja, es kam zu einer Konterrevolution, aber von Gott her aus dem Himmel. Es kam eine buchstäbliche Kehrtwende – danach war nichts mehr so wie früher. Das gläubige Volk ließ sich nicht verwirren. Der Zugang zum Erscheinungsberg und zum Krizevac war zwei Jahre lang nicht möglich, aber die Menschen sind auf eigenes Risiko hinaufgegangen. Die Pilger spürten, dass der Himmelmit ihnen war, dass die Gospa da war, und in diesem Glauben konnte sie niemand erschüttern.

Während die Menschen in ihrer Gottlosigkeit Gott die Tür verschlossen, indem sie den staatlichen Atheismus ausriefen, hat Gott Selbst auf der anderen Seite das Fenster geöffnet, um zu zeigen, dass Er die Menschheitsgeschichte leitet. Nach der Weihe der Welt an Maria im Jahre 1984 kam es zur Wende im Ostblock, zu Glasnost und Perestroika, zur staatlichen Freiheit und schließlich zum Sturz des Kommunismus , zu seiner Implosion, sodass genau zu Weihnachten 1991 die Sowjetunion zu existieren aufhörte. Welch eine Ironie des Schicksals und der Geschichte für ein System, das einen neuen Menschenversprach! Der neue Mensch als ein Geschenk des Himmels – direkt zu Weihnachten!

Auf die offizielle kirchliche Hierarchie war der Entwicklung und den Ereignissen in Medjugorje nicht zugeneigt. Sie verhielt sich gegenüber den Sehern sehr unfreundlich und versuchte mit allen Mitteln, die Wallfahrer und Pilger zu entmutigen, sowie einzelne Zeugen zum Schweigen zu bringen oder n der Öffentlichkeit schlecht zu machen.
Die Gläubigen aber erzählten ihre in Medjugorje gemachten Erfahrungen weiter. „Wir können unmöglich Schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.“, sagten Petrus und Johannes in der Apostelgeschichte. Ähnliches wiederholte sich jetzt. Medjugorje verbreitete sich an der Basis. Es entstanden Gebetsgruppen auf der ganzen Welt, die von Medjugorje inspiriert wurden; Bücher, Broschüren und Zeitschriften wurden darüber gedruckt und die Errungenschaften der zeitgenössischen Technik genützt, um Filme zu drehen, die auf der ganzen Welt die Runde machten. Teams von Fachleuten untersuchten die Seher von verschiedenen Standpunkten aus. Alle waren sich in einem einig: Sie sind normal. Ohne pathologische Krankheiten und im Augenblick der Ekstase geschieht etwas Wundersames mit ihnen.

P. Dr. Tomislav Pervan, OFM

Quellennachweis: www.gebetsaktion.at


 
 
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tannenbaum38
am: 29.08.2010
um: 19:58:39
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