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Vergelt's Gott!


Von Jesus durch Alan Ames gegeben


Aus den Büchern: Durch die Augen Jesus Band 1 - 3 je 10 Euro im Miriam Verlag Jestetten


Geld macht nicht
glücklich


WIR wanderten bis in den Nachmittag hinein, und
dann lagen Nazaret und Mein Zuhause in der Ferne auf
einem Hügel. Mein Herz war voller Freude beim
Gedanken daran, wieder bei Meiner Mutter zu sein und
beim Gedanken an ihre Liebe zu Mir. „Meine Freunde, bald
werden wir beim Haus Meiner Mutter sein. Lasst uns den
Vater preisen, während wir diese letzten Schritte nach Hause
tun", sagte Ich glücklich, und gemeinsam begannen wir,
den Vater zu preisen.
Als wir an den Rand von Nazaret kamen, spielten dort Kinder,
und Hunde bellten vor Aufregung über das Spiel. Einige Kinder
hörten auf zu spielen und schauten uns an, als wir auf sie
zugingen. Dann rief eines: „Es ist Jesus!" und sie rannten
auf uns zu, um Mich zu begrüßen. Sie gingen mit uns zum
Haus Meiner Mutter und hüpften vor Freude und Aufregung.
Ein Kind fragte: „Jesus, erzählst Du uns von Deinen Reisen?"
Ich legte Meine Hand auf seinen Kopf und strich ihm über
sein Haar, als Ich sagte:
„Natürlich werde Ich erzählen, doch erst morgen. Zuerst
muss Ich Meine Mutter sehen." Sie begannen alle zu rufen:
„Erzähle uns eine Geschichte, erzähle uns eine Geschichte!"
Ich blieb stehen, setzte Mich auf eine nahe gelegene Mauer
und hieß die Kinder, sich auf den Boden vor Mich hinzusetzen.
„Ich werde euch jetzt eine kurze Geschichte erzählen, doch
morgen werde Ich mehr Zeit mit euch verbringen", sagte Ich.
Simon kam zu Mir und flüsterte Mir ins Ohr: „Meister, es gibt
Wichtigeres, als den Kindern Geschichten zu erzählen. Wieso
sollen wir so viel Zeit mit ihnen verbringen?" Ich schaute ihn
an und antwortete: „Simon, siehst du nicht die reine Liebe und
Unschuld dieser Kinder? So sollten alle sein. Wenn Ich Zeit mit
ihnen verbringe, so tue Ich dies wegen der Freude, die sie
Mir machen. Auch wird ihnen die Liebe, die Ich ihnen in die
reinen, offenen Herzen lege, später im Leben einmal helfen, zu
den guten Menschen zu werden, als die sie geschaffen worden
sind. Die Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen
- Erwachsene, die wie Kinder bleiben sollten, rein und
unschuldig."
Simon sagte: „Es tut mir leid, Herr, vergib Mir", und dann
saß er zwischen den Kindern und nahmen zwei in die Arme.
Ich begann, ihnen eine Geschichte der Liebe zu erzählen: „Es
war einmal ein kleiner Junge, der seine Mutter und seinen
Vater sehr liebte. Er war ein guter Junge, betete oft, ehrte
die Älteren und war zu allen freundlich. Als er an einem
Morgen mit seinen Freunden spielte, fanden sie einen
Beutel mit Münzen. Voller Aufregung begannen sie, darüber
nachzudenken, wie das Geld ihren armen Familien helfen
könnte, wie sie Spielzeug und neue Kleider davon kaufen
könnten. Sie hatten so viele Einfälle, was sie mit dem Geld
anfangen könnten.
Dann sagte der gute Junge zu den anderen: ,Dieses Geld
gehört uns nicht. Wir sollten versuchen herauszufinden,
wem es gehört. Sonst würden wir es stehlen.' Die anderen
Kinder begannen, ihm zuzurufen: ,Du bist verrückt! Es
gehört niemandem. Es gehört uns. Wir haben es gefunden!'
Er bestand darauf: ,Nein, es gehört nicht uns. Jemand hat es
verloren, und wir sollten es zurückgeben.' Die anderen Kinder
begannen ihn zu schlagen und lachten ihn aus, doch er
änderte seine Meinung nicht. Er wiederholte: ,Es ist Diebstahl.
Es ist unrecht.'
Die anderen Kinder schlugen ihn noch immer. Sie schlugen
ihn, bis er das Bewusstsein verlor. Dann hörten sie auf,
sahen einander an und sagten: ,Was haben wir getan? Wir
haben ihn umgebracht! Schnell, holt Hilfe!'
Einige rannten zum Haus des Jungen und riefen seine Eltern.
Andere nahmen ihn in ihre Arme und wischten sein Gesicht
ab. Der älteste Junge der Gruppe begann zu weinen, und er
schaute zum Himmel und sagte: ,O Gott, es tut uns so leid,
was wir getan haben. Bitte, lass ihn nicht sterben. Wir wollen
dieses Geld nicht. Ich werde all mein Spielzeug und meine
Kleider weggeben, wenn Du ihn nur leben lässt.' Die anderen
Kinder stimmten ein und baten um Gottes Hilfe, und
derjenige, der die Geldtasche hielt, warf sie weg und sagte:
,Wir wollen das nicht, Herr. Wir wollen unseren Freund
zurück.'
Die Lider des bewusstlosen Jungen flimmerten. Er öffnete
seine Augen und stand ein wenig benommen auf. Alle Kinder
scharten sich um ihn, umarmten und küssten ihn. Sie
sagten, dass es ihnen leid tat und baten um Vergebung. Der
gute Junge sagte:,Meine Freunde, natürlich vergebe ich
euch, denn ich liebe euch, und ihr seid meine Freunde.'
In diesem Moment kamen seine Eltern, sahen ihren Sohn,
der schlimm verprügelt worden war, eilten zu ihm und
umarmten ihn. Sie fragten, was denn geschehen sei.
Nachdem es ihnen geschildert worden war, schauten sie auf
die Kinder vor ihnen. Die Kinder sahen so verstört aus und
weinten. Zuerst waren die Eltern böse. Doch dann wurden
sie traurig über all diese Kinder, nicht nur wegen ihrem Sohn.
Der Vater sprach:,Zeigt mir dieses Geld!' Da ging das Kind, das
es weggeworfen hatte, um es zu suchen, doch es fand das
Geld nicht. Es war verschwunden. Der Vater sagte zu den
Kindern: ,Ich hoffe, dass ihr heute eine Lehre daraus gezogen
habt. Seht ihr, wie leicht die Gedanken an Reichtum die Liebe in
euren Herzen zerstören können? Seht ihr, wie böse die Gier
nach Geld sein kann, wie sie euch zur Sünde verführen und
euch gegenseitig verletzen kann? Der wahre Reichtum im
Leben ist die Liebe Gottes und die Liebe, die ihr füreinander
habt. Ohne sie ist das Leben leer.'
Die Kinder schluchzten: ,Wir wissen es. Wir haben das Geld
weggeworfen. Wir wollen es nicht. Es tut uns leid, was wir
getan haben.'
Die Mutter des Jungen sagte: »Kinder, es ist leicht, verwirrt zu
werden und vom guten Leben abzuweichen. Ich denke, dass
ihr das heute gelernt habt. Mein Sohn litt in euren Händen
wegen den gierigen Gedanken, doch sein Leiden ist nun
vorüber. Euer Leiden wird aber noch lange Zeit auf euren
Herzen liegen.' Sie sah ihren Sohn an, der ihr zulächelte. Er
sagte zu ihr:,Mutter, können sie mit mir nach Hause kommen,
denn sie sind meine Freunde!' Die Mutter lächelte allen
Kindern zu und sagte: ,Wischt eure Tränen ab! Lasst uns
zusammen in mein Haus gehen, wo wir mit meinem Sohn
eure Freundschaft feiern können.'
Der Vater hob seinen Sohn auf, setzte ihn auf die Schultern und
fragte: ,Geht es dir gut, Sohn?' - Ja, Vater', antwortete er,
,ich bin umgeben von denen, die mich lieben und die ich
liebe. Was könnte ich mehr verlangen?'" -
Als Ich vor Mich schaute, konnte Ich sehen, wie die Kinder
gefesselt waren. Eines sprang auf und fragte: „Was geschah
mit dem Geld? Was passierte damit?" - „Ist das denn
wichtig?" fragte Ich. „Was wichtig ist, ist nur die Liebe unter
ihnen. Das Geld zerstörte diese Liebe doch nur."
Das Kind setzte sich, als Judas einwarf: „Ich hätte diese
Geldtasche gerne gefunden." Alle drehten sich nach ihm um,
und er wurde rot im Gesicht. „Das Geld brachte nur Leid.
Wenn es nur Leid bringt, dann ist es besser, arm und glücklich
zu sein", sagte Thomas. „Ja, aber das Geld kann dich glücklich
machen, wenn es deinen Magen füllt, wenn es dir ein gutes
Bett gibt, in das du dich legen kannst", gab Judas zurück und
dachte an unsere Reisen.
„Geld", sagte Ich, „kann zerstören oder aufbauen. Wenn es für
das Gute eingesetzt wird, ist es willkommen; doch wenn es
für die Selbstsucht verwendet wird, dann sollte es abgelehnt
werden. Geld macht das Leben nicht glücklich. Es ist das Herz
des Menschen, das ihn glücklich macht. Geld - manchmal ist
es so schwer, ohne es zu leben, und doch ist es noch härter,
mit ihm zu leben. Wenn das Geld eure Herzen verhärtet, dann
verletzt es euch und andere."
Text: Durch die Augen Jesu / Alan Ames
www.kath.eu.tf
 
weiterführender Link: www.alanames.org/de/publications.htm
 
hochgeladen von:
tannenbaum38
am: 06.09.2010
um: 16:45:52
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