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Foto: www.flickr.com - Javier Delgado Esteban

„Was ist denn das, ein Großauftrag in Sachen Spätabtreibung?!“, fragen mich alle, denen ich davon berichte. Ja, wie soll ich das beschreiben, ganz sachlich liest es sich so:
In vielen unserer Kliniken und der angrenzenden
Länder werden täglich dutzende Spätabtreibungen
vorgenommen. Täglich! Angeblich zum Wohle aller Beteiligten. Angeblich, weil die Kinder alle behindert sind. Angeblich, weil diese Kinder ihr Leben ‚bestimmt so nicht leben wollen‘.
Oft überleben die Ungeborenen ihre Abtreibung
- dann wird mit eiskalter Präzision ein ‚Untersuchungs- Programm‘ eingeleitet, in
dessen Verlauf die Kinder schließlich elendig zugrunde gehen. Verantwortlich dafür sind Menschen, die einst vor Gott schworen, sich davon
fernzuhalten, „Verordnungen zu treffen zu verderblichem Schaden und Unrecht“ (Hippokratischer Eid).
Am Morgen nach dem aktuellen Spätabtreibungskonflikt sitze ich vor immer nervöser werdenden Ärzten in einem viel zu engen Sprechzimmer. Sie bedanken sich für mein Kommen und haben sich rührend bemüht, Essen und Kaffee heranzuschaffen.
In den letzten drei Tagen haben wir die Tötung eines Kindes in der 22. Schwangerschaftswoche
verhindert.

Unser Eingreifen schlägt in der Klinik hohe Wellen und die Mediziner möchten nun besprechen, wie es weitergeht:
„Sie müssen uns verstehen: Hier geht es um die
Jagd nach den behinderten Ungeborenen!“ sagt Dr. R., „Könnten Sie uns bitte, bitte dabei helfen,
dass diese schrecklichen Kindestötungen in unserer Klinik ein Ende nehmen? Alles, was wir in den letzten Jahren versuchten dagegen zu unternehmen, ging schief und es werden
immer mehr Kinder getötet. Wir wollen schon gar keine Ärzte mehr sein, weil wir alle vier bei
dieser Jagd Teilaufgaben übernehmen müssen! Im
Übrigen sind wir noch
nicht davon überzeugt, ob das aktuelle Kind tatsächlich behindert ist, Gewissheit haben wir erst in etwa 3 Wochen!“*
Mit angespanntem Blick warten sie meine Antwort
ab. Aber ich kann so schnell nicht zusagen, ich muss erst darüber nachdenken.

Mit schwerem inneren Gepäck reise ich nach Hause – das war schon die Anfrage der dritten Klinik innerhalb weniger Monate, immer mit der gleichen inständigen Bitte. Ich überlege, welche Gegenargumente und Ausreden ich Gott gegenüber
noch anführen könnte, um abzulehnen. Denn ich habe Angst. Wie vielen behinderten Kindern kann ich denn die Adoption anbieten, um sie so vor dem sicheren Tod zu retten? Wie soll ich das alles organisieren? Wie finanzieren? Wie soll ich das alles schaffen? Zum Glück ist der
Heimweg sehr lang.
Einige Tage später ruft eine Frau an, um zu fragen, ob sie bei mir mitarbeiten kann – noch während ich überlege, höre ich sie sagen: „Sie
klingen ja so entspannt und fröhlich, Ihnen geht es wohl gut?“
Später horche ich ihrer Aussage nach: Ja, ich bin
entspannt und zuversichtlich, obwohl ich gleichzeitig Angst habe. Ich denke an den nach Ägypten verkauften Josef, von dem überliefert ist, dass er sich immer ans Fenster stellte, um nachzudenken.
Das tue ich auch gerne – und mit einem Mal wird
mir klar: Ich bin entspannt und zuversichtlich, nicht trotz, sondern WEGEN der Wahnsinns-Anfragen. Und ich traue uns den Großauftrag zu, trotz offener Fragen.
Meine Mitarbeiter sagen zu Recht: wir haben nichts zu verlieren, aber sehr viel zu gewinnen.

Herzliche Grüße, Ihre Sonja Dengler
P.S. Herzlichen Dank für Ihre zahlreichen
Rückmeldungen:
Einen Teil Ihrer Anregungen haben wir bereits aufgenommen, an anderen arbeiten wir noch.!

* Das Mädchen ist völlig gesund. Lesen Sie dazu auch „Wir machen nicht mehr mit!“, in Teil II

Damit das Parlament gezwungen ist, sich damit ausführlich zu befassen, benötigen wir 50.000 Unterschriften und beten sehr darum, dass Sie uns dabei vielleicht helfen?

Gott segne Sie und alle, die zu Ihnen gehören mit herzlichem Gruß Sonja Dengler

BITTE AUF DAS BILD KLICKEN - DAHINTER IST EIN BRIEF an Frau Bundeskanzlerin Merkel (für Unterschrift).
 
weiterführender Link: www.tiqua.org
Kontakt-Email: beratung@tiqua.org
 
hochgeladen von:
loveshalom
am: 17.10.2010
um: 20:49:58
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