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Aus dem Leben der MARIA SIMMA (1915–2004)


Maria Simma wurde am 2. Februar 1915 in Sonntag (kleiner Ort im Großwalsertal/ Vorarlberg)
als zweites von acht Kindern geboren. Die Familie war arm. So mußten die Kinder früh schon zu fremden Leuten gehen, um durch ihrer Hände Arbeit zum Familienleben beizutragen.
Maria lebte schon als Kind eine tiefe Frömmigkeit und hatte das Verlagen, sich einem Orden anzuschließen. Ihre Ausrüstung für den Klostereintritt mußte sie sich teilweise erbetteln, da die finanziellen Mittel nicht reichten. Wegen ihre schwachen Konstitution wurde sie aber in drei verschiedenen Klöstern abgewiesen. So übernahm sie den Haushalt ihres Vaters in Sonntag.
Nach dessen Tod lebte sie alleine im Vaterhaus. Nebst den Hausarbeiten bewirtschaftete sie
eine Kleingärtnerei, war aber trotz allem auf die finanzielle Hilfe von guten Menschen angewiesen.
In der Zeit des Nationalsozialismus unterrichtete sie während mehreren Jahren die Kinder in Religion.
Ihre kindliche Liebe zu Maria und das Verlangen, den Armen Seelen zu helfen, kennzeichneten
ihr religiöses Leben. Maria Simma hat, laut Bericht von Pfarrer Alfons Matt, schon von früher
Kindheit an den Wunsch gehabt, den Armen Seelen zu helfen. Sie eiferte geradezu, ja keinen
Ablaß auszulassen, und schenkte alles den Armen Seelen. Ein großer Tag war es, als sie erfuhr,
daß man für die Armen Seelen auch Sühneleiden auf sich nehmen kann. Ihr Opfergeist brachte
sie zur Erkenntnis, ein Gelübde abzulegen, daß sie stellvertretend Leiden ganz freiwillig übernehmen will.
Durch ihren Kontakt mit Armen Seelen, wurde sie von vielen Tausend Menschen immer
wieder nach dem Befinden Verstorbener gefragt. Sie hatte täglich einen großen Berg Briefe zu
bewältigen. Pfarrer Bischof erfuhr von einem der Briefträger, daß zum Teil bis 50 Briefe pro Tag
an Maria Simma überbracht wurden!
Ihr ganzes Leben hatte sie in den Dienst des Armen-Seelen-Apostolates gestellt, und arbeitete
dafür sehr oft auch nachts. Unermüdlich betete und sühnte sie für ihre Armen Seelen. Oft wurde
sie von anderen um Rat gefragt. In den Sommermonaten kamen nicht selten sieben bis acht
Omnibusse aus allen Ländern Europas.
Maria Simma, die sehr einfach gelebt, war für Arme und Notleidende stets eine Hilfe. Sie spürte
geradezu, wenn sich jemand ihr anvertraute, dem die finanziellen Mittel fehlten.
Doch nicht nur fnanzielle Nöte half sie zu beseitigen, sondern auch seelische. Sie war darauf bedacht, daß die Menschen, denen sie begegnete, ihre Seele zu retten vermögen. So hörte sie einmal in einem Zugabteil einen Mann schrecklich fluchen. Sie ging zu ihm hin, und stellte ihn zur Rede, daß er es künftig unterlasse, unserem Gott so zu fluchen. Nach vielen Jahren kam dieser Mann auf sie zu – als Arme Seele. Er bedankte sich bei ihr ganz herzlich, daß sie für ihn damals dieses Vaterunser gebetet hat. Dieses habe ihn vor einer ewigen Verdammnis bewahrt.

Wie erlebte sie die Armen Seelen?
Seit 1940 meldeten sich Arme Seelen mit der Bitte um Gebetshilfe. Die Sühneleiden für diese
Seelen hatte sie seit dem Allerseelentag 1953. Der Monat November ist für die Armen Seelen
eine ganz besondere Gnadenzeit. Für Maria Simma hingegen ein Martyrium. Dies zeigte sich
etwa so: Wenn eine Seele ihr Leid zufügte, war es ihr, als ob man ihre Glieder auseinanderzerren
würde. Von allen Seiten wurden mit Gewalt scharfe Dolche in sie hineingestoßen, oder es
war, als ob stumpfes Eisen in sie hineingetrieben würde. Die Sühneleiden für Abtreibung und Unkeuschheit bestanden in fürchterlichen Leibschmerzen und großer Übelkeit. Dann kam es ihr vor, als läge sie stundenlang zwischen Eisblöcken. Die Kälte drang ihr bis ins Mark, was die Sühneleiden für Lauheit und religiöse Kälte waren. Alle diese Sühneleiden nahm Maria auf sich, wenn es ihr auch manchmal schwer fiel. Oft war es so hart, daß sie es auf natürliche Weise nicht ausgehalten hätte.
Die Armen Seelen erschienen in verschiedenen Gestalten und auf verschiedene Weise. Manchmal
klopften sie an, oder aber sie waren einfach da. Die einen sah sie in Menschengestalt, andere
waren schwer zu erkennen. Je mehr sie von ihren Leiden befreit wurden, um so klarer konnte
man sie sehen.
Heimliche Beobachter, die an der Echtheit der ganzen «Erscheinungsgeschichte» zweifelten,
wurden bald eines besseren belehrt. Die Neugierde einiger Burschen drängte sie am 6. Dezember 1954 nachts mit einer Leiter bis zum Schlafzimmerfenster vorzudringen. Dieses stand offen, so daß sie den Vorgang im Rauminnern mitansehen und hören konnten. Sie hörten, wie Maria Simma in ihren Leiden stöhnte und weinte. Sie hörten, wie sie sich mit jemandem unterhielt,
dessen Stimme die Burschen jedoch nicht hörten. Außerdem war Maria Simma die Gabe zuteil,
die Richtigkeit der Meldung zu prüfen. Die meisten Seelen, die ihr anempfohlen wurden, oder
für welche sie nach ihrem Befinden befragen mußte, kannte sie weder vom Namen her, noch
vom Sehen. Die Armen Seelen hingegen machten Maria Simma aufmerksam, auf kommende
Dinge. So geschah es bei einer Lawinenkatastrophe: Im Januar 1954 erfuhr Maria Simma, daß noch lebende Opfer unter dem Schnee begraben liegen. Tatsächlich fand man zwei Tage später das letzte Opfer lebend in Blons.
Faßt man alles zusammen, so handelt es sich bei Maria Simma um eine besondere Gnadenberufung
für die Armen Seelen. Das kommt deutlich zum Ausdruck in einer Aufzeichnung vom 21.
November 1954 wo sie schreibt: «Ich dachte schon oft daran, wie ich einer anderen Person eine
Arme Seele zuschicken könnte und fragte warum sie sich nicht bei ihren Angehörigen direkt
meldete. Das wäre doch viel einfacher, als wenn ich es melden muß. Da kam eine Seele und gab
mir einen scharfen Verweis: Versündige dich nicht gegen Gottes Verfügung. Gott teilt seine
Gnaden aus, wem er will. Nie wirst du die Macht bekommen, einer anderen Person eine Arme
Seele zu schicken. Nicht deiner Verdienste wegen läßt Gott das bei dir zu. Was die Verdienste
betrifft, so würden es viele andere besser verdienen als du. Zwar hast du als Kind den Armen
Seelen schon viel Hilfe gebracht, aber auch das war eine große Gnade. Manche Seelen hätten
diese Gnade besser genützt als du. Neben den Heiligen, die auf Erden große Wunder gewirkt
haben, sind im Verborgenen noch größere Heilige gewesen, die nicht die Macht dazu hatten, die
aber doch größere Heiligkeit erlangten als jene, denen Gott die Macht gab, Wunder zu wirken.
Man darf nicht vergessen: Von dem, der mehr Gnaden bekommt, wird auch mehr verlangt!
Gott will, daß wir um seine Gnade bitten, ein gutes und beharrliches Gebet dringt durch die
Wolken und wird so erhört, wie es für den Beter am besten ist!

Maria Simma starb am 16. März 2004.
Requiescat in pace. Amen.

[Quellen: Meine Erlebnisse mit Armen Seelen, Stein am Rhein 1994, 18. Auflage





 
weiterführender Link: http://www.kathshop.at/suche.php?sb=maria+simma
 
hochgeladen von:
MIR
am: 31.10.2010
um: 05:11:05
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Maria Simma und die Armen Seelen
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