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Amor meus crucifixus est.
Meine Liebe ist der Gekreuzigte.

Auf dem Foto ist das Glasgemälde West VIII1 im Kreuzgang des ehemaligen Zisterziensterklosters Wettingen in der Schweiz zu sehen. Es stammt von 1521.

Im Vordergrund ragt ein diagonal in den Bildraum gestelltes Kreuz empor, von welchem Christus mit geschlossenen Augen in die Arme des knienden Zisterziensers Bernahrd von Clairvaux sinkt. Dieser sogenannte "Amplexus" erinnert an den Bericht über Bernhards Vision in Conrad von Eberbachs Gründungsgeschichte des Zisterzienserordens:

"Dom Menardus, einst Abt von Mores, Tochterkloster von Clairvaux, ein tiefgläubiger
Mann, erzählte seinen Mitbrüdern eine wunderhafte Begebenheit gleichsam wie über einen anderen; wir aber glauben, dass sie ihm selbst widerfahren ist. Er berichtete Folgendes: Ich kenne einen Mönch, der einmal den seligen Abt Bernhard in der Kirche allein betend fand. Während er hingestreckt vor dem Altar lag, erschien ihm dort ein Kreuz mit seinem Gekreuzigten, das vor ihm über dem Boden aufgerichtet war, welches der hochselige Mann mit grösster Andacht anbetete und küsste. Da löste die Herrlichkeit selbst ihre Arme von den Enden des Kreuzes und schien den Knecht Gottes zu umarmen und an sich zu ziehen. Erst schaute der Mönch eine Weile zu, starr vor grossem Staunen und wie außer sich. Er fürchtete aber, den heiligen Vater zu verletzten, wenn er ihn wie einen Beobachter seiner Geheimnisse in nächster Nähe lauern sähe. So zog er sich schweigend zurück, denn er erkannte und verspürte von diesem Heiligen, dass sein ganzes Beten und Leben wahrhaft über dem Menschen stehe."
 
weiterführender Link: www.jesuskind-wettingen.ch
 
hochgeladen von:
marisstella
am: 08.01.2011
um: 16:08:28
4075 mal angezeigt
Der Gekreuzigte umarmt den Hl. Bernhard von Clairvaux.
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