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Im Bild die Relique


In der Reliquie befindet sich Blut aus der Seitenwunde Christi, das mit Erde von Golgatha vermischt ist.

Die Reliquie wird im Jahre 804 ausdrücklich erwähnt, als Papst Leo III. auf dem Weg nach Crecy bei Reims im Auftrag Karls des Großen in Mantua Halt machte und nach dem Verbleib forschte. Auch Hermann der Lahme, Mönch der Reichenau, berichtet 1048, das Kleinod, das wahrscheinlich während der Sarazeneneinfälle versteckt worden war, sei in der seit der Antike bedeutenden oberitalienischen Garnisonsstadt wieder erhoben worden.



1049 wurde die Kostbarkeit geteilt: ein Partikel erhielt Papst Leo IX., das zweite der Herzog von Mantua, das dritte Kaiser Heinrich III., der es, als er 1036 starb, Balduin von Flandern schenkte. Von ihm erhielt es 1069 seine Tochter Judith und von letzterer das Kloster Weingarten.

Diese Begebenheiten sind auf den Heilig-Blut-Tafeln (wohl 17. Jahrhundert) links und rechts vom Aufgang zu den Türmen in der Basilika dargestellt. Dabei wird die Longinuslegende miteinbezogen, um den Verbleib der Reliquie im Laufe der Jahrhunderte zu erklären. Es ist tatsächlich möglich, dass ein Soldat das Blut Christi aus Palästina nach Mantua, der Stadt am Mincio, gebracht hat. Aber es muss nicht der römische Hauptmann gewesen sein, den die Legende zu Longinus, zum Lanzenträger, gemacht hat. Zugleich wird die Heilkraft des Blutes Christi unterstrichen, wenn einem Blinden vor der Auffindung der Reliquie versprochen wird, er werde das Augenlicht wieder erlangen, genau wie in den Heiligenlegenden vor Erhebung oder Übertragung des Toten, der einem Kranken im Traum erscheint und jenem die Gesundheit verspricht.

 
 
hochgeladen von:
tannenbaum38
am: 03.06.2011
um: 14:28:00
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Blutfreitag in Weingarten 2011
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