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"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind..."

Ein Mensch wird getauft. Im Sakrament der Taufe öffnet sich ihm das Tor zum erlösten Leben. Alle Schuld - was ihn von Gott trennt - wird von ihm genommen. Der Weg in die Vollendung beginnt. In der Taufe wird er wiedergeboren aus dem Wasser und dem Heiligen Geist. - Wasser, das uralte Symbol des Lebens; der Heilige Geist, der Geist Gottes, der Leben schafft. - Der Mensch wird in der Tat neu geschaffen.

Der Getaufte wird Christ. Er empfängt einen neuen Geist. So kann er zu Gott Vater sagen und darf Christus seinen Bruder nennen. Seine persönliche Glaubensgeschichte mit Jesus beginnt. Dies ist eine Geschichte des Lebens, nicht des Todes. Als Geheimnis des Glaubens beginnt eine Schicksalsgemeinschaft, die nie mehr aufhören soll.

Der Apostel Paulus, der die Frohe Botschaft Jesu zu vielen Menschen in vielen Ländern gebracht hat, sagt das so:

"Wißt ihr denn nicht, daß wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein." (Röm 6, 3-5)

Der Getaufte geht seinen Weg mit Christus im Glauben nicht allein. Er ist eingegliedert in die Gemeinschaft des Gottesvolkes, in die Kirche. Das Sakrament der Taufe hält alle Schwestern und Brüder Christi zusammen. Miteinander geben sie das Zeugnis des Glaubens. Miteinander gehen sie den Weg hin zur Vollendung.

Dieses "Miteinander im Glauben" wird in der Gemeinde Jesu am Ort sicher am ehesten spürbar. Darum ist der sinnvollste Ort der Taufe die Pfarrkirche. Der Täufling ist getragen vom Glauben der ganzen Gemeinde.

Wenn Eltern ihr Kind zur Taufe tragen, tun sie für ihr Kind das Großartigste, was sie tun können. Sie ermöglichen ihm, als Kind Gottes zu leben. So kann die Lebensgeschichte ihres Kindes zur Glaubens- und damit zur Heilsgeschichte werden.


Warum Taufe der Kinder?

Vor nicht allzulanger Zeit war es für gläubige Väter und Mütter eine Selbstverständlichkeit, ihre Kinder im frühesten Alter zur Taufe zu bringen.

Kindlicher Glaube ist immer ein Anteilhaben am Glauben jener Menschen, die dem Kind die Jesusbotschaft vermitteln, also ein Mit-Glauben mit Vater, Mutter, Geschwistern, Freunden und Seelsorgern. Der vorläufige Glaube, der noch nicht selbständig ist, kann erst nach der Zeit der Reifung in eine "Christusentscheidung auf Lebenszeit" übergehen, ein Vorgang, in dem göttliche Gnade und menschliche Freiheit zusammenwirken.

Die Berechtigung und Notwendigkeit der Kindertaufe ergibt sich aus dem, was die Taufe selber ist.

Ein Kind zur Taufe bringen heißt: Ihm das Geschenk besonderer göttlicher Zuwendung vermitteln in der Weise, daß es aufgenommen wird in die Lebensgemeinschaft der Familie Christi, daß es zu einem kleinen Bruder, zu einer kleinen Schwester des Herrn werden darf. Das ist ein Geschehen, das auch im natürlichen Bereich der Willensentscheidung des Menschen entzogen ist; denn keiner kann sich die blutsverwandten Eltern oder Geschwister aussuchen. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, daß Eltern für ihr Kind vieles vorentscheiden müssen, was für das spätere Leben des Kindes von Bedeutung ist.

Die Berechtigung zu solchen Vorentscheidungen liegt darin, daß ja nicht zugewartet werden kann, bis die Einsicht dazu gereift ist, und daß doch die Eltern von der Absicht geleitet sind, nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Kindes zu handeln.

Jede Hinwendung eines getauften Kindes zu Jesus, dem Freund der Kinder, mag sie noch so vorläufig und begrenzt sein, gibt Anteil an SEINEN Erlösungskräften, deren der Mensch bereits im Kindesalter bedarf, um wirksam der angeborenen Selbstsucht widerstehen zu können. Durch die Taufe hineingeboren in die Gemeinschaft mit Christus erlebt dann das Kind im Empfang der Sakramente die Buße und der heiligen Kommunion erste Höhepunkte seiner Christusfreundschaft.

Das ist ein Vorgang, der sich in dem biblischen Bild vom "Weinstock und den Rebzweigen" gut verstehen läßt. Im Weinstock "Christus" finden die "Rebzweige" Halt, Nahrung und Wachstum.

Wenn wir das bedenken, wäre es eigentlich unverständlich, einem Kind die Taufe vorzuenthalten; denn die kindliche Christuserfahrung reicht als hohe Werterfahrung ins Erwachsenenleben hinüber und wird zum Antrieb, die LEBENSGEMEINSCHAFT mit Christus in freier Entscheidung fortzusetzen.

Die Taufe führt das Kind dem zu, der seinem Leben höchste Sinnerfüllung geben wird.


Dankgebet für die Taufe (Namenstag, Tauftag)

Herr Jesus Christus, in der Taufe hast du unserem Kind Anteil gegeben an deinem göttlichen Leben. Wir danken dir dafür. Wir bitten dich, hilf unserem Kind, das Geschenk der Taufe dankbar anzunehmen und froh den Weg des Glaubens weiterzugehen. Wir, die Eltern, wollen ihm dabei zur Seite stehen. Wir danken dir für diesen Tag, den wir in der Familie feiern dürfen und bitten dich um deinen Segen für uns alle.


Text: Sakramente im Leben der Familie - Taufe, Erzbischöfliches Seelsorgereferat München


Aufgabe:
Schaut euch gemeinsam mit euren Eltern Fotos von eurer Taufe an, betrachtet eure Taufkerze und seht euch euer Taufkleid nochmal an.

 
weiterführender Link: www.kathtube.com/player.php?id=20864
 
hochgeladen von:
Kinderbibelgarten
am: 21.07.2011
um: 22:46:23
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