WerbungWerbung 
 
Während des zweiten Weltkriegs musste in Deutschland alles im Sinn der Kriegsmaschinerie funktionieren. Nicht nur die Wirtschaft musste ihre Produktion auf jene Güter umstellen, die kriegswichtig waren. Auch kirchliche Einrichtungen mussten sich militärischen Anforderungen unterordnen ? und dabei auf Zwangsarbeiter zurückgreifen, die ihnen zugeteilt wurden. Dennoch blieb die Tatsache bis vor wenigen Jahren unbeachtet, dass ? nicht nur in der Wirtschaft ? sondern auch in kirchlichen Einrichtungen Fremdarbeiter tätig waren. Dann, vor 8 Jahren hat auch die Aufarbeitung dieses Kapitels der NS-Zeit begonnen. Die Kirche hat in Anstalten, Heimen und Krankenhäusern aller Diözesen nachgeforscht und zu mehreren Tausend Zwangsarbeitern Kontakt aufgenommen, um sie zu entschädigen. Nachdem nun Entschädigung und Versöhnung vielfach schon geleistet wurden, liegt nun auch eine abschließende geschichtswissenschaftliche Gesamtdokumentation vor. Diese Darstellung ermöglicht nun endlich ein klares Bild über den Einsatz von Zwangsarbeitern in Einrichtungen der katholischen Kirche. Über die Ergebnisse dieser Dokumentation und die dafür notwendigen Recherchen hat Ulrich Schwab mit dem Herausgeber des Bands gesprochen: mit dem Direktor der Kommission für Zeitgeschichte, Dr. Karl-Joseph Hummel.
 
 
hochgeladen von:
horebtube
am: 08.04.2008
um: 16:31:52
6968 mal angezeigt
Zwangsarbeiter der Kirche?
Um dieses Medium als Favoriten hinzufügen oder es an einen Freund senden zu können, müssen Sie sich einloggen!