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Vergelt's Gott!


Knapp 150 Lebensschützer haben sich am vergangenen Freitag in Lindau zu einer Gebetsvigil zusammengefunden. Besonderer Gast dieser von der Jugend 2000 initiierten Veranstaltung war der Weihbischof Florian Wörner. Im Eröffnungsgottesdienst im Münster Unserer Lieben Frau bedankte sich der gastgebende Lindauer Pfarrer Alois Oblinger für das Kommen des Augsburger Weihbischofs. „In den USA ist es üblich, das Bischöfe bei solchen Veranstaltungen dabei sind, in Deutschland sieht man das sehr selten“, so Oblinger. Umso mehr freue er sich über den Mut des jüngsten Bischofs Deutschlands, so ein deutliches Zeichen für den Lebensschutz zu setzen.

In seiner Predigt mahnte Wörner an, dass die Gesellschaft eine „Kultur des Todes“ fördere, vor der bereits der selige Papst Johannes Paul II. gewarnt hatte. Schönheitsoperationen bei prominenten Beispielen wie dem verstorbenen Popstar Michael Jackson seien Beweise dafür, dass der Mensch heute nicht nur anders sein wolle, als Gott ihn geschaffen hat, sondern dass er sich generell „neu erfinden“ will. „In der Taufe sind wir bereits neu geboren worden“, erinnerte er die Gläubigen und fügte hinzu: „Gott liebt uns, wie wir sind, egal ob mit kurzer oder langer Nase.“ Egal ob jung ob alt, ob bereits geboren oder noch im Mutterleib, habe jeder Mensch das gottgegeben Recht zu leben, denn: „Dass Gott uns schuf und uns liebt, macht unsere Würde aus.“

Während nach der Messe ein Teil der Anwesenden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten in Anbetung verbrachte, formierte sich vor der Kirche ein Gebetszug, der sich mit dem Weihbischof an der Spitze zur Frauenklinik am Paradiesplatz bewegte. Unter leichten Regenschauern erreichten sie schließlich den Ort, an dem Schwangeren die Möglichkeit einer Abtreibung angeboten und Kindstötungen im Mutterleib auch durchgeführt werden.

Die Gruppe verharrte zirka zwanzig Minuten lang vor dem Gebäude, betete und sang einige Lieder, bis Weihbischof Wörner schließlich den bischöflichen Segen erteilte. Es waren auch einige Familien mit Kindern anwesend, manche sind sogar von weit weg angereist. „Es geschieht so viel Unrecht in der Welt, da ist es wichtig, dass man mal was sagt“, sagte eine Frau am Rande des Gebetszuges.

Zurück im Münster bedankten sich die Initiatoren bei allen Teilnehmern und verwiesen auf die Aktion „1000 Kreuze für das Leben“ der Bewegung „EuroProLife“, die am 11. Mai in München stattfindet. Die nächste Gebetsvigil soll in zwei Monaten stattfinden, der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Rudolf Gehrig
 
 
hochgeladen von:
hiirsch
am: 11.05.2013
um: 10:51:22
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Dauer: 2:57
hiirsch-TV - Gebetsvigil in Lindau (Bodensee) für das ungeborene Leben am 10. Mai 2013
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