WerbungWerbungWerbung

Lade Video...

 
Vater

Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,26-31.

Seht auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme,
sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.
Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten,
damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.
Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung.
Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
diese Bibelstelle hatte der ehemalige Stadtpfarrer von D., Anton Bayer, als Primizspruch.

Er hat am 23. Dezember 2000 meine beiden Kinder getauft.
ich weiß noch daß es ein Samstag war und er aus Aufregung in der KH-Kapelle das vierte Advents-Licht anzündete.

mein Vater "lebte" von da an noch 17 Tage, und Sein sehnlichster Wunsch (den er meiner Frau sagte, nicht mir) war, "daß die beiden Kinder getauft würden, damit er zwei Engel hätte, die ihn in den Himmel begleiten".

DANKE Vater ♥ Du kannst mich sehen und Dich freuen, es ist alles gut geworden!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
am 23. Dezember 1967, ich war knapp 7 Jahre alt, und ans Christkind glaubten wir alle noch mit Feuer und Flamme, rieselte in der kalten Nacht vorher der Schnee. ich durfte mal kurz rausschauen zu Vater,
denn es waren Hammerschläge zu hören.
zwischen Werkstatt und Wohnhaus baute Er eine kleine Hütte für uns Kinder und drosch gerade die Pfähle in den Boden.
(ich glaube die Nachbarn ha gewartet bis wieder ruhig ist :-))

die Tage vor Weihnachten war er selig (alte Rechtschreibung `67), in Seiner eigenen Welt auch.
wir Buben durften immer in der Werkstatt was basteln, es waren Vasen, Schalen oder Kerzenständer aus exotischen Holzklötzchen, die Er uns dafür gab.
er kannte sich mit Holz so gut aus wie ich mich mit Metall, und er hatte Seine "Schatztruhe" im Dachboden der Schreinerei.

es war ein Schuppen von Großvater, der im April mit 67 Jahren starb. an einer Embolie in einem "offenen Bein". Sie hatten nicht aufgepaßt. Vater hatte seit 1964 langsam den Schuppen zur Werkstatt umgebaut, Großvater half Ihmdabei. Er war ein Zimmermann aus Buggenhofen. Dort stammt unsere Familie her.

unsere Familie mit mittlerweile 4 Kindern zog in die freiwerdenden Räume, im September `67, als ich zur Schule kam.
ich hatte dieselbe Klaßlehrerin wie mein Vater. Frau, nein: FRÄULEIN Mecklinger aus Wörnitzstein gehörte noch zu diesen "alten" Lehrerinnen, die -fast wie im Gelübde- für Ihren Beruf ehelos blieben, ein eigenes Haus hatten und die Erziehung und Belehrung der Kinder als Berufung sahen.

es waren die wunderbarsten Kindheitsjahre überhaupt, die Jahre 1967 bis 1971 auf dem Dorf.

er wollte uns Kindern die Hütte zu Weihnachten schenken!
ich war iesmal schon am Abend vorher so selig wie man nur sein kann. es war der Himmel auf Erden!
und ich bekam vom Christkind alles was ich mir sehnlichst gewünscht hatte: bunte Lämpchen und Batterien dazu.
dazu noch (es stand nicht auf dem Wunschzettel) Kabel und 2 Zangen. die hab ich selbstverständlich heute noch. ich verehre solche Dinge, und nicht umsonst wurde aus mir ein Sammler,
im vollen Bewußtsein darüber, daßwir nichts "mitnehmen können".

aber wir können schöne Dinge hinterlassen.

bei mir sind das (abgeschlossene Gebiete, in der Reihenfolge ihrer Entstehung und "Ausübungs-Dauer)
-Münzen (seit 1967, bis 2000)
-Briefmarken (1964 bis 1990)
-Metalle (Blei, Zinn, Letternmetall, Zink, Kupfer, Messing, Gold, Silber) seit 1974
-Zündhölzer (1986-1990)
-alte Gegenstände (1992 bis 1995, während meiner Arbeit auf dem "2.Arbeitsmarkt)
-Thermometer und Barometer (2011)
-Glühlampen (seit 2011)
-Taschenlampen (2018)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

zurück zu Großvater
die Menschen die Ihn kannten haben aufgepaßt: er war auf ein Meer von Rosen gebettet in der Vorstadt-Kirche. 2 mal 3 Meter im Schauhäusl.

es war mein "erster Toter" den ich gesehen habe, und ich habe selten etwas so schönes gesehen wie meinen Großvater, der da auf Rosen lag.

mit meinem Vater gab es Ähnlich tiefe Eindrücke bei Seiner Beerdigung in der Dorfkirche.
u.a. haben das Sterbeamt 3 Priester geführt. meine Tochter sah eine Schmetterling am Kirchenfenster.
es hatte 15 Grad minus am 11. Januar 2001.

nach der Heiligen Messe fragte ich einen Priester was das bedeute?
Er sagte: "Der Schmetterling ist das christliche Symbol für Auferstehung!"

auch hier wieder war ich völlig fasziniert von den Vorgängen wie Sterbende begleitet werden.

am Ende der Hl. Messe war es still und niemand rührte sich.
meine geliebte Tante Anni und ich verständigten uns mit den Augen, gingen als Erste die Kirche hinaus, nahmen uns an der Hand und waren die Vorgänger beim Trauerzug zum neuen Friedhof hinunter.

auch Onkel Schorsch war da, mit einem knapp 100-jährign Bruder msc. Er sagte: "Das ist der Edi, ich muß auf Ihn aufpassen".

und überhaupt schaute er damals so selig, daß ich es in den falschen Hals bekam und dachte: "wo ist Seine Trauer?"

heute weiß ich daß er keine Trauer hatte, sondern Freude, die er noch angestrengt verbarg, denn er feierte bereits die Auferstehung meines Vaters. +++

♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+
für meine derzeitigen Zimmernachbarn, die mir gerade -wie Theresa v. Avila sagt- "die Nächsten sind, ohne Ausnahme".

mein Vater konnte auch so schwer gehen, erst wenige Tage vor Seinem irdischen Tod sagte Er in einer kurzen Wachphase: "Es gibt IHN also doch!"

das hat mein Vater gesagt.

und Th. v. Avila`s wahrer Spruch ist hier zu lesen:

http://www.kathtube.com/player.php?id=29430

das Lied tut ein Übriges.

warum nur sind beide Beiträge hier mit italienischen Liedern?

ich denke, weil Sie das Herz der Sonne des Südens haben und nicht die Gefühlslähmung der deutschen Seele.

mein Herz atmet jenseits der Alpen, seit langer Zeit.

gib meinen Nächsten genügend Kraft und nimm die gute alte Frau zu Dir. Sie will zu Dir, den tiefer als in Deine Arme kann Sie nicht fallen.
Sie lebt trotz 30 Std Leberkoma.
Befreie Sie Herr von Ihrem Leiden und nimm Sie noch heute ins Paradies, so bitte ich Dich - auf Knien.
Amen.
www.kathtube.com/player.php?id=29430
♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+♥+
 
weiterführender Link: www.kathtube.com/player.php?id=43453
 
hochgeladen von:
KT-GK2018
am: 01.09.2018
um: 13:53:44
1057 mal angezeigt
Dauer: 4:10
♥ + Auf den Knien + Korinther 1,26-31. + Vater + edit 20_09_S.O.S. ♥
Um dieses Medium als Favoriten hinzufügen oder es an einen Freund senden zu können, müssen Sie sich einloggen!