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Seit Wochen berichten die Medien über das Ende des Ersten Weltkrieges, über das En-de des Habsburgerreiches und die Entstehung neuer Staaten in Ostmitteleuropa. Bei Triest ist seit kurzem am modernen Wallfahrtsort Italiens auf dem Monte Grisa ein neuer Altar errichtet worden für den Seligen Karl, der als Karl I. letzter Kaiser von Österreich war und als Karl IV. letzter König von Ungarn. Die Wallfahrtskirche hoch über Triest wurde 1945 gelobt als Dank für die Verschonung einer Zerstörung der Stadt. Obwohl Triest bis 1953 ein selbständiges Territorium war und erst dann wieder zu Italien kam, wurde der Plan eines italienischen Nationalheiligtums konsequent verfolgt, in dem alle Heiligen Italiens vereint werden sollten. Vor über 50 Jahren wurde dort in dem zweige-schossigen neuen Betonbau die erste hl. Messe gefeiert. Dort hatten auch die Europapat-rone Cyrill und Method einen Altar, weil beide in Rom waren und Cyrill dort begraben wurde. Nun hat auch der selige Karl einen Altar mit einem Altarbild, das ihn in österrei-chischer Uniform zeigt. Österreich musste seit 1915, nach dem Kriegseintritt Italiens, Triest verteidigen und wehrte in zwölf Isonzoschlachten alle Angriffe der Italiener ab. Erzherzog Karl wurde 1916 Nachfolger von Kaiser Franz Joseph und bemühte sich zu-sammen mit Papst Benedikt XV. um einen Frieden. Seine Bemühungen waren wegen der Haltung Kaisers Wilhelms II. erfolglos. Karl verlor zwar den Krieg und seine Kro-nen als Kaiser und König. „Aber heute ist der neue Selige der wahre Sieger!“ Das sagte mir bei meinem letzten Besuch auf dem Monte Grisa ein alter italienischer Beter am Al-tar des neuen Seligen.

Ein Beitrag des Kirchenhistorikers Rudolf Grulich für KIRCHE IN NOT.
 
weiterführender Link: www.kirche-in-not.de/kirchengeschichte/2015/06-26-wallfahrt-auf-den-monte-grisa-bei-triest-ein-modernes-heiligtum-italiens-rudolf-grulich
 
hochgeladen von:
Speckpater
am: 07.12.2018
um: 14:40:58
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„Der wahre Sieger“: Karl I. von Österreich – letzter katholischer Kaiser einer 1000-jährigen Geschichte
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