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Als der pensionierte Pfarrer Alfred Hoppe 1913 in Wien sein Werk „Des Österreichers Wallfahrtsorte“ herausgab, schrieb er, dass die Hälfte der Wallfahrer auf dem Luschariberg Slowenen waren, ein Viertel Deutsche und die übrigen meist Italiener. Damals war das Kanaltal noch mehrheitlich deutschsprachig, es gab aber auch Dörfer, deren Bewohner slowenisch sprachen, und einige Italiener. Daher haben alle Orte der Region deutsche, italienische und slowenische Namen: Tarvis, Tarvisio, Trbiž. Seit 1999 die Regierung in Rom auch das rätoromanische Furlanische anerkennt und fördert, sind die Namen oft viersprachig und man hört außer einem netten „Buon giorno“ auch gelegentlich ein „Bon di“. Der Luschariberg heißt italienisch Monte Lussari und slowenisch Svete Višarje. Die Gemeinde, zu der er gehört, ist Camporosso; deutsch hieß der Ort Saifnitz, slowenisch Žabnice und furlanisch Cjamparos.

Ein Beitrag des Kirchenhistorikers Rudolf Grulich
 
weiterführender Link: www.kirche-in-not.de/?s=Grulich
 
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Speckpater
am: 27.12.2019
um: 19:44:27
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Wo sich die Sprachfamilien Europas begegnen: Die Wallfahrt am Luschariberg eint Slawen, Romanen und Deutschsprachige
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