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D
as Weltkurbad Karlsbad in Böhmen hatte vor der Vertreibung seiner deutschen Bevölkerung über 80 % Katholiken, zählte aber auch zahlreiche Juden, Protestanten und andere Konfessionen. Unter den Kurgästen waren Heilung suchende Gäste aus aller Welt, weshalb es auch eine evangelische, anglikanische und eine orthodoxe Kirche und eine große Synagoge gab, die am 9. November 1938 zerstört wurde, nur einige Wochen nach dem Anschluss an das Deutsche Reich durch das Münchner Abkommen. Die evangelische Peter-und-Paul-Kirche in der Marienbader Straße wurde in den Jahren 1854 bis 1856 errichtet und gehört heute der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche. Die orthodoxe und die anglikanische Kirche auf dem Schlossberg sind vielen Touristen bekannt. Die St.-Lukas-Kirche der Anglikaner wurde 1877 für die englischen Kurgäste eingeweiht, die orthodoxe entstand für die russischen Gäste zwischen 1893 bis 1898. Die barocke Maria-Magdalenen-Kirche am Sprudel im Zentrum der Stadt ist nicht zu übersehen. Sie ist ein Werk des Baumeisters Kilian Dientzenhofer, hat aber in kommunistischer Zeit durch die Überbauung des Sprudels gelitten, denn seitdem ist die Blickachse von der barocken Dreifaltigkeitssäule zur Kirche unterbrochen. Weniger bekannt ist das katholische Karlsbad vor dem Zweiten Weltkrieg.

Ein Beitrag des Kirchenhistorikers Rudolf Grulich
 
weiterführender Link: institut-kirchengeschichte-haus-koenigstein.de/
 
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KIRCHE IN NOT Deutschland
am: 25.02.2020
um: 11:04:29
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Das katholische Karlsbad vor dem Zweiten Weltkrieg (Beitrag von Prof. Rudolf Grulich)
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