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edit 7.Apr.2009, Karwoche


Auszüge aus PB`s Buch "Heiliges Land" (siehe Bild-Vergrößerung)

Paul ist hier an den Original-Schauplätzen -zusammen mit seiner Frau, einem Mönch, Freunden, gläubigen Experten- und wie ich meine, mit einem großen Herz und vielen Engeln nochmal den Kalvarien-Berg gegangen und hat stellenweise Jesu`Passion so beschrieben, als ob er selbst mitgegangen wäre.

die folgende Abschrift aus seinem Buch ist mein heuriger Beitrag zur Karwoche.

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Seite 171
"Dieser Vorgang [der Geiselung] ist in den Evangelien minutiös beschrieben. Pilatus wollte den Juden nicht nachgeben. Darum wollte er Jesus auch nicht hinrichten lassen. Er wollte ihnen nicht zu Gefallen sein. Er zögerte und wollte sich aus dem Fall herauswinden. Um die Priester zu beschwichtigen, hat er Jesus dann einfach einmal auspeitschen lassen, mit diesen römischen Geiseln, in die Bleikugeln eingearbeitet waren. Das war eine schlimme und grausame Tortur. Viele sind bei solch einer Geiselung gleich gestorben oder zusammengebrochen.
...
Das Turiner Grabtuch erzählt das Zögern des Pilatus, wie es die Evangelien erzählen, deshalb noch einmal auf erschütternde Weise weiter. Dieses einzigartige Bilddokument zeigt: Auf dem aufgerissenen Leib des Mannes, der in dieser Leinwand gelegen hat, lassen sich 118 Geiselhiebe einzeln zählen. Das heißt, er hat ZWEIMAL die klassische römische Geiselung durchlitten: zweimal 60 Hiebe minus jeweils einen.
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Die schlimmsten Wunden aber, mit denen er uns anschaut, als er mühsam den Kopf noch einmal auf die Seite dreht, stammten nicht von der Geiselung, sondern von der Misshandlung am Abend zuvor. Sein Nasenbein ist unter der Wurzel gebrochen, die rechte Wange bös geschwollen. Ein Ödem drückt ihm fast das linke Auge zu - und das war noch nicht alles."

Seite 185
"Und besonders dicht ging es in der Markthalle zu, wo Jesus sein Kreuz durch all die Stände schleppte. Sicher war es noch voller als heute im Souk.
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Zu allen Wunden scheuert ihm der schwere Balken die Schulter auf. Der nackte Knochen des Schulterblatts kommt da zum Vorschein. [Anm. "kreuz": übrig. beschreibt und erleidet auch Fra`Elia diese Schulterwunde, ca 3 Finger tief, als die schmerzhafteste]. Maria, die ihm vor Schmerz betäubt durch die Menge folgt, kann kaum hinsehen. Sie begleitet ihren Sohn, so eng es geht, auf dem ganzen Kreuzweg. Hier durchdringt wirklich ein Schwert die Seele der Mutter, nicht nur einmal, sondern auf Schritt und Tritt."

Seite 197
"Der Steinring gibt aber auch noch andere Informationen preis. Sein Durchmesser beträgt 11 cm. Das heißt, das Kreuz kann nur etwa 2,20 m hoch gewesen sein, maximal 2,50. ...Anders als auf den meisten Darstellungen der Kreuzigung stand in diesem Ring ein roher runder ungeschälter Stamm, kein schön gehobelter Balken.
Jesus hing nicht hoch, sondern tief unten, nicht in erhabener Höhe. Die sich bei seinem Sterben um ihn scharten, hatten auf dem engen Gipfel kaum Platz. Als Jesus hier zu Tode gemartert wurde, muß er wirklich in Greifweite seiner Hände ringenden Mutter erstickt sein."

Seite 199
"Die Mitte der Handfläche war viel zu schwach, einen Menschen zu halten. Darum wurde der Nagel darunter in den Rist, unterhalb des Gelenks, eingeschlagen. Da ist die Hand viel kräftiger. Es waren grausamste Qualen. Als die Annagelung fertig war und er beinahe wieder in Ohnmacht fiel, wurde dieser Balken mit Hilfe einer Leiter, die dort war, von Soldaten an Seilen hochgezogen auf den Senkrechtbalken... Wie er dann droben ist, wird oben der Titulus mit dem Grund seiner Verurteilung angenagelt. Dieser Querbalken wird dann mit Stricken festgemacht. Schließlich werden auch die Füße angenagelt. Dafür war eine Art Höcker, der aus dem Stamm herausragt. Da wird ein einziger Nagel durch beide Füße in dieses Holz geschlagen. Nun hängt Jesus am Kreuz. Es ist furchtbar. Man muss sich das so vorstellen: Er hängt an den Händen und immer wieder sackt er zusammen. Beim Zusammensacken klemmt die Lunge ein, dass er fast daran erstickt. Um nicht zu ersticken, muss er sich wieder hochziehen. Hebt er sich wieder hoch, mit den Beinen über die angenagelten Füße, für eine Zeitlang, dann sackt er auch schon wieder zusammen. So geht es hin und her, hinauf und herab. Eine furchtbare Qual. Jesus ist dann `zu früh` gestorben. Nach der Geiselung, nach der Dornenkrönung und allem, was er mitgemacht hat, war er nach 6 Stunden schon tot."
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verspätete Urlaubsgrüße aus Koromacno, Istrien (1.9.2008)

http://www.kathtube.com/player.php?id=6252

edit 4.10.08
hier am Strand: fine della strada

auf dieser Welt: ein Nomade, auf dem Weg zu IHM

Alice, "Nomadi", 1986:
http://de.youtube.com/watch?v=UMLSoNjNyRc
 
weiterführender Link: www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,576241,00.html
 
hochgeladen von:
kreuz
am: 20.09.2008
um: 15:34:03
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1. Korinther 13, 1- 13
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