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Vergelt's Gott!


(Bild: Papstmesse im Stadion von Yaoundé, Kamerun, am 19. März 2009)

Viele katholische Kameruner sind verärgert über die Polemik, die in der westlichen Welt um das Thema AIDS entstanden ist.
Hier habe ich für euch einen Teil eines Artikels aus der französischen katholischen Tageszeitung La Croix übersetzt:

[…] Pater Serge Julien, aus Bafoussan, ist entzückt: „Seht her, wir Afrikaner sind gute Gastgeber.“ Wie viele andere katholische Würdenträger ist auch er verärgert über die westlichen Journalisten, die sich seiner Meinung nach schuldig gemacht haben, nur über die AIDS-Polemik zu berichten: „Der Papst ist nicht hierher gekommen, um das AIDS- Problem zu lösen, und noch weniger, um das Präservativ-Problem zu lösen“ empört er sich. „Wie immer nehmt ihr, die westliche Welt, keine Rücksicht auf unsere Sensibilität!“ Und er fährt fort: „Er ist gekommen um die Töchter und Söhne des leidenden Afrika im Glauben zu bestärken.“

Irène Monique Ekoutr, im zivilen Leben tätig in der Stadtentwicklung, geht noch einen Schritt weiter: „Selbstverständlich hat der Papst Recht, wenn er das Präservativ kritisiert. Das Präservativ dient den Männern als idealer Vorwand, um Frauen zur Prostitution zu ermutigen: hierzulande werden die Mädchen ab dem Alter von 12 Jahren dazu gebracht, sich zu prostituieren.“
Berthe Elisa Mitsake, die neben ihr steht, nickt: „Das Präservativ hat sich im Kopf des afrikanischen Mannes festgesetzt, und er zieht daraus seinen Nutzen, um uns zu Sklavinnen zu machen.“

Trotzdem sind diese beiden bodenständigen Mütter nicht „gegen“ das Präservativ, und zwar aus Prinzip: „Wenn man verheiratet ist, bietet es Vorteile, es hilft, unerwünschte Schwangerschaften, und auch Krankheiten zu verhindern“, erklärt Irène Ekoutr. „Es ist wichtig, dass man miteinander spricht, dass jeder die Vor- und Nachteile begreift. Aber der größte Nachteil ist“, wiederholt sie, „wenn man es einfach so verteilt, denn dann fördert es die Prostitution.“

„Die jungen Afrikaner hier sind weder schlimmer noch besser als anderswo“, erklärt Pater Jean-Baptiste Beraud, ein salesianischer Priester. „Man muss es ihnen erklären, ihnen das Wissen übermitteln, das ist alles. Dies ist ein Prozess, der sich schrittweise vollzieht.“

(Von Isabelle de Gaulmyn, aus Yaoundé)
 
weiterführender Link: www.la-croix.com/article/index.jsp?docId=2368355&rubId=53450
 
hochgeladen von:
Little Eddy
am: 19.03.2009
um: 16:47:57
5386 mal angezeigt
Stimmen aus Afrika zum Thema AIDS & Präservativ (Papstbesuch in Kamerun im März 2009)
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