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Wie erlebe ich die Versuchung? (Lk 4, 1-11)

Wie ist unser Umgang mit dem Wort Gottes? Leben wir das, was wir verstanden haben, oder sind wir immer wieder versucht, Darstellungen zu relativieren? Wenn wir Worte (noch) nicht verstehen, sollen wir uns darauf freuen, noch vieles entdecken zu dürfen, um nicht durch Genügsamkeit unser Vorwärtskommen im geistlichen Leben zu behindern.
4„Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“
Die vierzig Tage der Fastenzeit erinnern uns an die Vorbereitungszeit Jesu nach seiner Taufe durch Johannes im Jordan, um sein öffentliches Wirken zu beginnen. Auch die vierzig Jahre Wüstenwanderung des Volkes Israel nach dem Auszug aus Ägypten sollen uns damit vor Augen gestellt werden.
7„Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.“
In der Versuchungsgeschichte verwenden sowohl der Satan als auch Jesus Worte aus dem Alten Testament. Einer falschen Vorstellung vom göttlichen Auftrag stellt Jesus das rechte Verständnis gegenüber.
10„Vor dem Herrn, deinen Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.“
Es werden uns drei Angriffspunkte des Versuchers gezeigt: Leibliche Bedürfnisse, Streben nach Ansehen und Machtausübung.
Wenn wir unseren Alltag unter diesen Gesichtspunkten genauer anschauen, werden wir entdecken, dass uns der Versucher sehr oft begegnet und leider auch zu oft auf seine Seite bringt. Spätestens da ist es von entscheidender Bedeutung, sofort den Schritt der Umkehr zu setzen und nicht die Sünde noch zu beschwichtigen und schönzureden.
Von Elmar Gruber stammen diese Worte: „Wer sich nichts verbieten kann, muss immer alles haben. Er wird das Opfer seines Dämons und kann sich über nichts mehr freuen. Selig die Kinder, die das Nicht-haben-Müssen lernen dürfen.“
Das Erlösungserlebnis schlechthin wird uns dann zuteil, wenn wir mit Gottes Hilfe in der Versuchung standhaft bleiben und so Gottes liebende Zuwendung erfahren, die uns eine innere Freude schenkt, welche durch ein fröhliches Wesen zum Ausdruck kommt.
Satan fürchtet sich vor fröhlichen Menschen, aber er freut sich über die Ausgelassenen.
Gottes Liebe wirkt in uns immer Frieden und Freude
Im Kompendium zum KKK lesen wir:
Seite 58, Punkt 106 – Die Versuchungen Jesu in der Wüste greifen die Versuchungen Adams im Paradies und Israels in der Wüste nochmals auf. Satan versucht Jesus in seinem Gehorsam gegenüber der Sendung, die ihm vom Vater anvertraut worden ist. Christus, der neue Adam, hält stand, und sein Sieg kündet den Sieg seiner Passion an, den höchsten Gehorsamserweis seiner Sohnesliebe. Die Kirche vereint sich mit diesem Mysterium besonders in der liturgischen Fastenzeit.
Seite 114, Punkt 301 – Die Buße drückt sich in sehr verschiedenen Formen aus, besonders im Fasten, Beten und Almosengeben. Diese und viele andere Formen der Buße kann der Christ im täglichen Leben praktizieren, besonders in der Fastenzeit und am Freitag, dem Tag der Buße.
Wie wird in unserer Zeit dieses Geschenk Gottes umgesetzt?
Entspringt meine Freude aus der richtigen Quelle? Brauche ich die oberflächliche Beglückung?
 
weiterführender Link: gebsy.myblog.de
Kontakt-Email: gebsy@gmx.at
 
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am: 19.03.2009
um: 21:44:14
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Fastenzeit - Fröhlichkeit
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